24.09.11 Heidelberger Herbst
Schon beim Aufbau der Unfallhilfsstellen am Rathaus und in der Akademiestraße
um 07.00 Uhr war abzusehen, dass es ein sehr schöner, warmer Herbsttag werden wird. Tatsächlich wurden auch sehr viele Leute in die
Hauptstraße, auf die Plätze und in die Flohmarktgassen gelockt, was nicht so sehr auffiel, weil die Stände in der Hauptstraße aus
Sicherheitsgründen weiter reduziert wurden und das Durchkommen deshalb besser möglich war.
34 Rettungskräfte, davon 2 Ärzte, 6 Rettungsassistenten, 3 Rettungssanitäter und
3 Rettungshelfer sorgten mit 4 Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug sowie zwei Behandlungszelten für ein Höchstmaß an
Sicherheit. Der Aufwand erscheint zwar etwas groß, aber in den Zelten wurden 23 Personen behandelt, wovon 3 Patienten nach der
Erstversorgung in Krankenhäuser gebracht werden mussten, eine davon in Begleitung eines Arztes. Zwölf weitere Patienten wurden
mit Rettungsfahrzeugen direkt in Krankenhäuser gefahren; bei einem internistischen Notfall kam auch der Notarztwagen zum Einsatz.
Neben ungewöhnlich vielen Schnittverletzungen war in erster Linie C2H6O die
Ursache für Einsätze, auch in Verbindung mit Schlägereien. In der Regel gingen die Verlierer der Schlägereien mit dem DRK, die Sieger mit
der Polizei. Wie seit einigen Jahren waren auch diesmal wieder viele Jugendliche ihrem Alkoholkonsum nicht gewachsen, so dass sie nach
Behandlung im Zelt entweder von den Eltern abgeholt oder ins Krankenhaus gebracht werden mussten.
Zwar war der Heidelberger Herbst um 23.00 Uhr zu Ende, durch die Vielzahl der
Vorkommnisse endete der Dienst für die Einsatzkräfte vor Ort erst um 02.26 Uhr. Endgültig Schluss war um 04.00 Uhr.
Akademie Straße
